Interview #38 Phil Niklas Löb

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Der 13 jährige Phil aus dem Westerwald fährt seit seinem vierten Lebensjahr Motocross. Bei ihm hat alles auf dem heimischen Sportplatz angefangen. Mit einem gelben Pocket Quad fuhr er seine ersten Runden. Als er das Quad quasi völlig verbraucht hatte, bekam er seine erste PW50.

Phil: „Ich drehte eine Runde nach der anderem hinter unserem Haus. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen.“

Foto: Manfred Schell

Daraufhin kaufte sein Papa Sascha ihm eine kleine KTM, mit der so richtig alles losging. Der Derschener fing an, einmal in der Woche zu trainieren und fuhr sein erstes Rennen beim MSC Hof – BEC-Pokal.

 

Selbst sagt er so schön von seiner ersten Rennerfahrung: „Das erste Rennen war ein Reinfall, unter den harten Bedingungen musste ich mit meinem Motorrad viele Bodenproben nehmen. Doch ich gab nicht auf und fuhr voller Stolz ins Ziel ein.“

Foto: Manfred Schell

 

 

 

Danach folgten diverse Rennen und Phils Motocrossgeschichte als Vereinsmitglied beim MSC Oberes Weißtal und MSC Laubus-Eschbach nahm seinen Lauf. Zu seinen Sponsoren führt er ganz klar seine Eltern und seinen Opa Manfred auf.

Manfred ist Hobby-Fotograf und liefert immer sehr schöne Fotos. Das eine oder andere Mal, hat er Crossbloxx.de auch schon für andere Interviews tolle Bilder zur Verfügung gestellt.

Foto: Manfred Schell

Weitere Sponsoren sind u.a. Careflon Helme, Mefo Mouse, EHR, ORS Suspension, ADAC Hessen Thüringen (Lenka Günzel) und Schlemmerpoint.

Da hab ich gleich mal nachgehakt, was sponsert denn bitte Schlemmerpoint, lieber Phil? ;-) „Der gehört meinem Onkel und er sponsert mir Dekore und andere Sachen.“

Foto: Manfred Schell

Zu seinen Meisterschaften, die er bisher schon gefahren ist, zählen der BEC-Pokal, Hessen-Cup, Hessen-Thüringen-Cup, ADAC Junior-Cup, Deutsche Meisterschaft, Hessen Meister und Hessen-Thüringen-Meister.

Foto: crossjunkies

Sein persönlich wichtigster Erfolg ist die Qualifikation bei den ADAC MX-Masters Junior Cup, dazu gesellen sich 2017 der 3. Platz bei den Cross Finals mit dem ADAC Hessen-Thüringen und die Aufnahme in das ADAC MX Masters Rookie Team.

Foto: Steve Bauerschmidt

Für die Sasion 2017 hat sich der junge KTM Fahrer die Top 3 bei der Deutschen Meisterschaft und die Top 10 bei den ADAC Masters gesetzt. Sein ganz großes Ziel ist es, mal einen WM-Lauf fahren zu können.

Bei der Frage, wer sein Vorbild ist, kam die Antwort für mich nicht überraschend. Klarer als klar ist es natürlich Ken Roczen. Wer bitte auch sonst? ;-)

Wenn der 13 Jährige kein Motocrossprofi wird, dann möchte er Industriemechaniker werden.

Foto: Manfred Schell

Wenn man bei einem so jungen Fahrer fragt, was er mit seiner zehnjährigen Motocrosslaufbahn schon anders gemacht hätte, kommt diese Antwort von Phil: „Ich hätte früher bei dem ADAC Junior-Cup teilgenommen!“

Ich hab mal gefragt, was Freunde und Mitschüler zum nicht ganz unspektakulären und ungefährlichen Hobby sagen, da meinte er: „Manche finden es super und zeigen Interesse. Andere haben kein Verständnis dafür und finden es doof.“

Foto: Manfred Schell

Und was meinen der Papa und die Mama dazu, dass die Wochenenden nun ganz im Zeichen von MX stehen?

Sascha:“ Es ist nicht immer einfach alles unter einem Hut zu bekommen – Arbeit, Training, Motocross. Da unsere Tochter Kati im Leistungssport in der Turntalentschule in Bergisch Gladbach turnt, wo sie fünfmal in der Woche trainiert, ist es als Familie oft schwer, weil man jedem gerecht werden möchte. Aber irgendwie klappt es. Es macht einfach riesigen Spaß. Wir sind mit voller Ehrgeiz dabei und freuen uns auf die Saison.“

Foto: crossjunkies

Was darf beim Rennen natürlich nicht fehlen und wird immer mit eingepackt? Selbstverständlich der Papa und Opa Manfred. Besser geht es ja auch gar nicht, somit ist der Shuttel- und Bikeservice immer mit dabei, nicht zu vergessen von moralischer Unterstützung sowie die Garantie, es gibt immer gute Fotos. ;-)

Phil freut sich über die große Unterstützung seiner Familie: „Ein großer Dank geht an meine Familie, ohne die das alles nicht möglich wäre und natürlich an meine Sponsoren.“

Foto: Manfred Schell

 

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