Interview #185 Vanessa Danz

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Endlich mal wieder ein MX-Girl im Interview auf www.crossbloxx.de. Und was für eins! ;-)

Die 22 jährige Hessin fühlt sich nicht nur beim Motocross sondern auch beim Enduro mehr als zu Hause.

Crossbloxx.de bedankt sich für das tolle Interview und wünscht Vanessa eine erfolgreiche Saison 2017.

Vanessa: „Motocross war jetzt kein Hobby mehr, sondern eine professionelle Aufgabe.“

Foto: Marie Biewer

Spitzname im Fahrerlager: 

Vanni

Homepage:

http://www.vanessa-danz.de

Instagram:

Vanni_185

Facebook:

Vanessa Danz #185

Alter: 22 Jahre

Wohnort:  

Groß-Zimmern

Beruf:    

Studentin der Sportwissenschaft

Verein: MSC Wartturm e.V. im ADAC, MSC Wolfskehlen

Bike:             

KTM SX-F 250ccm und KTM EXC-F 350ccm

Team:            

Motocross: KTM-Sarholz-Racing-Team und Enduro: KTM Team Sturm

Sponsoren:

ADAC Hessen- Thüringen e. V., LS2 Helmets Deutschland, Answer Gear, Ogio, Passion Parts, Twin Air, HGS Exhaust- Systems, PeKaFit, Gaerne, Passion Med, Butzner, Pirelli, Goldfren

Foto: Vanessa Danz

2010 bist Du Deine ersten Rennen gestartet, u.a. MSR, Ladiescup und RMN-Pokal. Wann und wie bist Du zum Motocross gekommen? Wie fing alles an?

Mit sechs Jahren habe ich das erste Mal auf einem Motorrad gesessen und war begeistert davon. Durch meinen Vater, der mich und meinen Bruder oft auf seiner Straßenmaschine mitgenommen hat, bin ich zum Motorradfahren gekommen.

Von dieser Zeit an wollte ich es auch selber lernen. Mein Vater hörte sich um, welche Motorräder Kinder in meinem Alter fahren dürfen. Auf diese Weise kamen wir zum Motocross. Am Anfang sind wir eher selten gefahren und an Rennen nahmen wir nicht teil. 2010 bin ich auf meine 250ccm Maschine umgestiegen und fing an, an Rennen teilzunehmen. Meine Eltern musste ich von den Rennen erst überzeugen.

 

Mein erstes Rennen fuhr ich in Euskirchen beim Ladiescup. Ich war überrascht, wie viele Mädels dort am Start waren. Alle waren sooo schnell! Ich belegte einen der letzten Plätze und trotzdem war ich ganz stolz auf mich. Danach nahm ich an Fahrerlehrgängen von Collin Dugmore teil, der bis heute noch mein Trainer ist. Ich habe ihm viel zu verdanken. Ich wurde immer motivierter und wollte besser werden. In Valkenswaard, in den Niederlanden, durfte ich mein erstes WM-Rennen bestreiten. Ich war schrecklich aufgeregt. Motocross war jetzt kein Hobby mehr, sondern eine professionelle Aufgabe. 2013 konnte ich bei der Frauen WM 13 WM- Punkte einfahren. Das war mein größter Erfolg in der WM. 

Foto: Vanessa Danz

Was bedeutet MX für Dich?

MX ist meine Leidenschaft. Ich bin mit Herz und Seele dabei!

Wie und wann kam es dazu, dass Du für das KTM-Sarholz-Racing-Team fährst?

2011 haben wir meine KTM bei KTM Sarholz gekauft und kamen dort mit Burkhard Sarholz, dem Teamchef, ins Gespräch. So kam ich 2012 ins Racing-Team.

Mit Deinem 22. Platz in der WMX, dem Tagessieg in Deinem ersten Enduro DM Rennen und der 3. Platz bei der Enduro FIM ISDE SIXDAYS Weltmeisterschaft kann sich Dein Erfolgskonto ja sehr gut sehen lassen. Wie zufrieden bist Du, wenn Du auf die letzte Saison 2016 zurückblickst?

Über den 22. Platz bei der Frauen WM habe ich mich sehr gefreut. Davor war ich verletzt und konnte leider nicht viel trainieren. Enduro bin ich bis 2016 noch nicht gefahren. Durch Marko Barthel kam ich das erste Mal mit dem Enduro Sport in Berührung. Durch Marko kam ich auch zu den Sixdays. Ich ersetzte die verletzte Fahrerin, Steffi Laier, in der Women Trophy. Zum Training blieben mir jedoch nur sechs Wochen Zeit. Der Tagessieg bei der Enduro DM in Streitberg gab mir Selbstbewusstsein für die Sixdays, die nur eine Woche später stattfanden. Durch die Unterstützung meiner beiden Team-Kolleginnen, Maria Franke und Heike Petrick, haben wir es geschafft den 3. Platz der Damenwertung einzufahren. Ein schöneres Saisonende hätte ich mir nicht vorstellen können. Es ist ein unvergessliches Erlebnis!

Foto: Manfred Schell

Welcher Erfolg Deiner bisherigen MX-Karriere ist für Dich persönlich der wichtigste und hat Dich am meisten geprägt?

Ein wichtiger Erfolg war mein 3. Platz beim Supercross in Leipzig bei den Kings of Extreme, die 13 Damen-WM-Punkte von 2013 und unser 3. Platz bei den Sixdays in Spanien.

@ Marc Klewer, SIXDAYS SPAIN 2016

Deine Ausflüge und Erfolge auch in der Endurowelt zeigen Deine Vielseitigkeit. Könnte man sagen, dass es sich derzeit mit MX und Enduro die Waage hält?

Ja, das kann man sagen. Mir macht beides viel Spaß. Ich werde auch weiterhin in beiden Disziplinen antreten.

Was hast Du Dir für diese Saison auf die Fahne geschrieben? Worauf wirst Du Deinen Schwerpunkt legen?

Dieses Jahr werde ich in beiden Disziplinen Rennen fahren. Ich möchte auf keine der beiden Disziplinen verzichten.

Wie nutzt Du die nächsten Wochen, bevor es wieder los geht?

Im Winter habe ich eine Pause eingelegt, da ich mich auf meine Klausuren in der Uni konzentrieren musste. Trotzdem habe ich mich fit gehalten mit der Hilfe von PeKaFit. Das Training auf dem Motorrad habe ich Mitte Februar wieder aufgenommen.

Da Du ja auch viel unterwegs bist, was darf nie fehlen und muss unbedingt mit eingepackt werden?

Gute Musik!!!! Vor allem bei stundenlangen, langweiligen Autofahrten.

Was steht noch auf Deiner MX-To-Do-Liste?

In Amerika zu fahren wäre ein Traum für mich.

Gibt es Vorbilder oder wer hat Dich bisher am meisten beeindruckt?

Maria Franke ist für mich ein Vorbild, da sie sowohl im Motocross und im Enduro eine der schnellsten Fahrerinnen ist.

Foto: Vanessa Danz

Ganz aktuell: Hast Du neue Vorsätze für 2017?

Ich möchte mich sowohl im Enduro, als auch im Motocross verbessern.

Mit Deinem heutigen Wissen, hättest Du in Deinem jungen MX-Leben schon etwas anders gemacht?

Vielleicht hätte ich früher angefangen Rennen zu bestreiten. Es gibt bestimmt vieles, was man anders machen könnte und trotzdem bin ich mit dem, was ich mir aufgebaut habe, sehr zufrieden.

Wenn Du zehn Jahre weiterdenkst, wo würdest Du Dich da gerne sehen?

Wenn ich mein Sportstudium abgeschlossen habe, möchte ich beruflich mit Leistungssportlern zusammenarbeiten.

Foto: Marie Biewer

Gibt es etwas im Ladies-MX-Bereich, das Du gern verbessern würdest, wenn Du könntest?

Die Mädels sind meistens nur das „Rahmenprogramm“. Die meisten Zuschauer interessieren sich für die männlichen Klassen. Ich hoffe, dass sich dies in ein paar Jahren verändert. Vor allem Motocross wird für Mädels als Sport immer beliebter. Jedes Jahr kommen mehr Mädchen dazu.

Wir können dankbar sein, dass es einen deutschen Ladiescup und die Damen WM gibt.

 

 

Letze Worte:

Vielen Dank für das Interview. Ich hoffe, dass ich euch so einen kleinen Einblick in mein Leben geben konnte.

Ich hoffe, auch ihr habt viele und große Ziele und versucht sie zu erreichen! Das wichtigste, dass ich gelernt habe, ist dass man “nur” lernen muss an sich selbst zu glauben, um damit alles erreichen zu können, was man sich vornimmt.

Eure MX VANNI #185

 

 

 

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