Interview #60 Nico Koch

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Nico: „Ich will Weltmeister werden!“

Als ich Nico (17) beim Winnershooting mit RocketPix in Teutschenthal zufällig über den Weg lief, wusste ich noch nicht, dass da ein großes Nachwuchstalent an meiner Kamera vorbei whippte.

Nico möchte gern als Motocross-Profi in die USA gehen und da der Braunschweiger es durchaus ernst meint, trainierte er gleich mal zum Anfang des Jahres in Spanien, bevor die Schule wieder los geht und er nebenbei auch noch für sein Abi büffelt.

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Kontakt-Facebook: Nico Koch

Instagram: nicokoch60

Website: http://www.nico-koch-motocross-racing.com

Verein: GSC Salzgitter

Team: KTM Team Theiner

Sponsoren und Partner:

Motorrad-Theiner, Hans Herber, Autowerkstatt Sehnde, N10Z Suspension, Stefan Ludwig, ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Try-it Motocross Stickers, Michael Herrmann, Oliver Gottbehüt, Rehazentrum Petzvalstraße, GSC Salzgitter, TFG Reimers KG, Taube- Sicherheitstechnik, Mefo Mousse, Mathy Schmierstoffe, Popko Motorradsport, Steffen Klingenberg und natürlich mein Vater Olaf Koch

nico-koch-anfaengeDu fährst schon seit Deinem dritten Lebensjahr, wie hat alles angefangen?

Es hat alles durch meinen Vater begonnen, da er früher selbst gefahren ist und ich im Kinderwagen schon immer bei den Rennen dabei war. Mit zwei Jahren wollte ich unbedingt Motocross fahren, aber mein Vater wollte, dass ich erst einmal Fahrrad fahren lernen sollte. Hinter unserem Haus hatten wir eine kleine Strecke, auf der ich mit drei Jahren meine ersten Runden mit einer PW 50 drehen dürfte.

2016 war Deine erste Saison mit einer 250er viertakt KTM vom Team Theiner. Gleich zum Anfang der Saison hast Du in Borstel (Sachsen-Anhalt) die beste Quali-Runde eingefahren und holtest Dir mit zwei Laufsiegen den DMSB Pokal in der Klasse MX2. Das klingt danach, dass Du gut auf der Viertakter angekommen bist?

Ich bin sehr gut auf der Viertakter angekommen. Zum Anfang gab es ein paar Schwierigkeiten mit dem Umstieg, aber das habe ich ganz gut gemeistert und jetzt fühle ich mich sehr wohl.

Soweit ich weiß, warst Du im Sommer auch etwas länger verletzt, wobei Du dann einige Rennen nur vom Streckenrand verfolgen konntest. Wie zufrieden bist Du mit der letzten Saison?

Ich war mit meiner letzten Saison 2016 sehr zufrieden. Ich bin leider in Aichwald gestürzt und habe mich am Knie verletzt, aber man darf sich von sowas nicht runter ziehen lassen. Im ADAC youngster Cup lief es gut und ich konnte dieses Jahr meinen ersten Punkt mit Platz 19 holen. In der DM MX2 lief es auch echt gut und ich konnte sogar zum letzten Rennen in Jauer im ersten Lauf den dritten Platz einfahren, wo ich sehr glücklich darüber war.

Dieses Jahr hat gerade erst begonnen und Du hast schon Deine ersten Trainingstage in Spanien genießen dürfen. Auf was hast Du hier ganz besonders Deinen Fokus gelegt?

Anfangs wollte ich erst einmal wieder in meinen Rythmus finden, da wir vier Wochen pausiert hatten und ich davor nur Supercross gefahren bin. Nachdem es dann besser wurde, bin ich lange Konstanzen gefahren und habe auch kurze Sprints trainiert.

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Foto: RocketPix

Gibt es für Dich überhaupt eine „Offseason“? Hast Du die Zeit auch drum herum in Spanien genießen können oder hattest Du ein volles Trainingsprogramm?

Ich habe im Winter ja vier Wochen pausiert und in Spanien hatte ich zwei Tage Pause, wo wir uns sogar einen Tag Barcelona näher angesehen haben. Aber sonst war es ein volles Trainingsprogramm.

Welche Ziele hast Du Dir für diese Saison 2017 auf die Fahne geschrieben?

Ich will im ADAC youngster Cup in die Top 20 und in der DM MX2 in die Top 5.

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Foto: Enduro Photographie

In Deinem Zimmer stapeln sich die Pokale. Der Beweis für Deine vielen Erfolge in Deiner MX-Karriere. Welcher davon war bisher Dein persönlich wichtigster Erfolg oder hat Dich am meisten geprägt?

Es gibt zwei Erfolge. Zum einen war es der Sieg in der Deutschen Meisterschaft 85ccm 2013 in Gerstetten und der andere ist ein dritter Platz im ersten Lauf in Ried (Österreich) im ADAC Junior Cup 2014.

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Foto: RocketPix

Hast Du ein Vorbild? Neben wem würdest Du gern mal am Startgatter stehen?

Mein Vorbild ist Jeffrey Herlings, da er einfach alles mit dem Motorrad beherrscht und unfassbar schnell ist. Ich würde gerne mal neben James Stewart am Start stehen, da er eine Legende ist und ich ihn noch nie live habe fahren sehen.

Wenn Du zehn Jahre weiter denkst, wo würdest Du Dich da gern sehen?

Ich würde mich gerne in zehn Jahren in der WM sehen oder in Amerika und dort die Rennen bestreiten.

Gibt es einen Moment in Deiner MX-Zeit, der Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es gibt mehrere Momente. Zum einen sind das meine besten Erfolge und zum anderen coole Momente neben der Strecke mit meinen Freunden.

Was packst Du zum Rennen ein, was nie fehlen darf?

Meine Lizenz. ;-)

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Foto: Crossbloxx.de / Koepi Pictures

Du machst Abi, treibst viel Sport und bist viel unterwegs zu den Rennen. Wie bringst Du das alles unter einem Hut? Welche Rolle spielt dabei Deine Familie?

Meine Familie spielt dabei eine sehr große Rolle, vor allem mein Vater Olaf Koch. Er ist quasi alles – Trainer, Schrauber, Mentor – und ohne ihn würde ich das alles nicht schaffen. Deswegen bekomme ich das alles gut unter einem Hut.

Gibt es etwas, dass Du gern im MX-Bereich ändert würdest, wenn Du könntest?

Ja und das wäre die Nachwuchsförderung bzw. die Förderung an sich.

In Deutschland fehlt es leider an Fördermöglichkeiten und man ist fast auf sich allein gestellt…was echt schade ist. Man sollte sich ein Beispiel an den Niederlanden nehmen, die eine echt tolle Förderung haben.

Letzte Worte:

Vielen Dank für das tolle Interview und ich freue mich auf die Saison 2017! ;-)

 

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