Franzi: “Motocross isn’t just a sport, it’s a lifestyle!”

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Gastbeitrag von Franzi Spindler

Als ich die Umfrage „Warum ist MX einer der geilsten Sportarten der Welt?“ startete, hat Franzi sich selbst mal genauer unter die Lupe genommen und ihre Sichtweise zusammengefasst. Lest selbst, was sie mit Motocross verbindet…

Warum Motocross der geilste Sport ist? Hach, da gibt es so viele Gründe. Ich möchte euch ein paar aus meiner Sicht erzählen.

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Ich fuhr schon eine Weile Motorrad auf der Straße, bevor ich zum Motocross kam. Als ich dann damals in Joachimsthal das erste Mal auf einer Crosser saß, hatte ich dennoch das Gefühl, ich sitze zum ersten Mal auf einem Motorrad.

Erst einmal war die Übung im Fahrerlager geradeaus auf und ab zufahren. Dann ging es ab auf die Kinderstrecke.

Kaum zu glauben, dass das eine ganz andere Nummer ist und nicht vergleichbar mit dem Straßenbike. Wenn man von außen so zuschaut, kann man sich kaum vorstellen wie anstrengend dieser Sport eigentlich ist. Der Unterschied zum Asphaltfahren ist extrem.

1. Motocross hat eine geniale Auswirkung auf den Körper!

Da ich einen Büro-Job als Grafik Designer habe und ca. 40h die Woche vorm Computer sitze, müsste sich mein Rücken eigentlich schon lange mal gemeldet haben. Aber nein! Ich stellte fest, dass sich meine Rückenmuskulatur durch das regelmäßige Fahren so gut aufgebaut hat, dass ich nie Probleme damit habe. Erst letztens war ich zum ersten Mal bei einer Massage, wo mir der Masseur fassungslos mitteilte, dass ich nicht eine Verspannung hätte.

2. Ich schlafe abends wie ein Baby!

So anstrengend es auch sein mag, wenn ich abends nachhause komme fühle ich mich so positiv erschöpft, als hätte ich gerade einen Wellnesstag hinter mir. Ich denke, nahezu jeder Fahrer kennt dieses Gefühl, sich völlig ausgelaugt noch unter die Dusche zu zwingen und dann zum gemütlichen Teil des Abends überzugehen. Einfach herrlich!

3. Ein guter Ausgleich zum Alltag!

Durch den Vollzeitjob im Büro bin ich ziemlich ausgelastet. Aber ich komme auch nicht wirklich raus. Früher war ich am Wochenende oft feiern. Allerdings fühlte man sich dann nach einer Weile, als könnte man Urlaub gebrauchen. Heute sehe ich in Berlin die Leute früh morgens völlig fertig aus den Clubs stürzen, während ich auf dem Weg zur Garage und anschließend zum Track bin. Da lache mir eins ins Fäustchen, weil ich weiß, dass ich das hinter mir gelassen habe und mein Wochenende so viel mehr hergibt als früher.

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4. Motocross ist jedes Mal ein Kurzurlaub!

Ich bin den ganzen Tag draußen. Draußen an der frischen Luft, in der Natur. Ich fühle Freiheit. Keine Reizüberflutung, so wie in der Großstadt.

5. Ich bin im „Hier und Jetzt“!

Viele kennen vielleicht das Gefühl, man lebt viel zu selten im „Hier und Jetzt“. Viel zu sehr hängt man in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Was wäre wenn…, hätte, würde, könnte… Wenn ich auf meinem Bike sitze, vergesse ich alles um mich rum. Alles was zählt ist der Moment. Diese Momente fühlen sich an wie eine Art mentale Müllentsorgung. Ich bin ganz bei mir. Ich vergesse all meine Sorgen. Es ist einfach Balsam für die Seele.

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6. Glücksgefühle durch kleine Erfolgserlebnisse!

Durch Motocross habe ich meinen Fokus vielmehr auf die kleinen Dinge im Leben gelegt. Es hat also auch nachhaltig mein Denken verändert. Seien es kleine Fortschritte die man macht, diese üblichen Aha-Effekte oder der erste Pokal, den man gewinnt… Außerdem pusht einen das Adrenalin extrem, welches beim Fahren oder kurz vorm Rennen ausgeschüttet wird.

7. Es weckt den Ehrgeiz und den Kämpfer in einem!

Als ich damals mit dem Fahren anfing habe ich mir gesagt, dass ich NIE Rennen fahren werde und möchte. Aber mein Ehrgeiz wurde immer mehr geweckt. Und schließlich nahm ich noch in meiner ersten Saison an einem Rennen teil. So schnell kann es gehen. :) Einmal Blut geleckt und man ist quasi süchtig danach weiter zu kommen und besser zu werden.

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8. Hilfsbereitschaft und Teamgeist unter den Sportlern!

Ich bin immer wieder beeindruckt davon, wie sich die Crosser gegenseitig unterstützen und helfen. Ob es nun das Kettenspray ist, das man vergessen hat oder die Hilfe bei der Technik nach einem Sturz. Gern wird bei Leuten die neu anfangen wollen die komplette Ausrüstung inkl. Motorrad ausgeliehen. Also ein fettes Lob an den Teamgeist, den alle in sich tragen!

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9. Man lernt unglaublich tolle Menschen kennen!

In den drei Jahren die ich nun fahre, habe ich so unfassbar tolle Menschen kennengelernt und ich bin dankbar für jeden einzelnen. Die meisten von euch sind für mich zu einer Familie geworden.

Und das Beste zum Schluss:
10. Quality Time mit den Freunden!

Es geht nicht nur um den Sport. Zumindest nicht bei uns Hobby-Fahrern. Es ist das ganze Drumherum. Fahren, chillen, auf dumme Ideen kommen, sich kaputtlachen, wieder fahren, anschließend gemeinsam Grillen und den Tag auswerten, am Feuer sitzen, in den Sternenhimmel schauen, aufwärmen, den Moment miteinander teilen, in Erinnerungen schwelgen, Geschichten und Witze erzählen, Philosophieren usw… Am schönsten finde ich die Tage, die man über Nacht an der Strecke bleibt. Weil man eben dann das ganze Programm hat.

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Und ich glaube, das sind einige Gründe, warum Motocross der geilste Sport ist oder?

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