Interview Fahrerfrau Kirsten

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Lange schon hatte ich vor, endlich mal eine „Fahrerfrau“ aus dem Nähkästchen plaudern zu lassen. Ich freue mich, dass Kirsten den Anfang macht.

11257833_866389973408148_1700118748357838940_nDie Strausbergerin ist die Freundin von #76 Carsten Lasch vom RB Team Motorsports, den ich bereits im November 2015 auf Crossbloxx.de im Interview vorgestellt hatte. Durch die Freundschaft zum Kawasaki-Fahrer, ist sie seit 2012 mit auf den Crossstrecken unterwegs. Selbst hat die 26jährige auch schon einmal ĂĽberlegt, mit MX anzufangen und meinte dazu: „Es zählt auf jeden Fall zu den Punkten, die ich einmal in meinem Leben erlebt haben möchte. Als Carsten die Frage hörte, sagte er sofort – Oh Gott! Soviel Krankenkassenbeiträge können wir gar nicht bezahlen. – Er fände es aber super, wenn auch ich seinem Hobby folgen wĂĽrde.“

Was Kirsten am meisten daran beeindruckt, dass Carsten Motocross fährt, erklärt sie ganz klar so: „Mich beeindruckt, wie ehrgeizig Carsten seinen Sport betreibt und nachdem ich am Wochenende selbst mal ein zwei Runden auf dem Feld gefahren bin, kann ich gut nachvollziehen, was er an dem Sport findet. Es macht einfach echt SpaĂź.“

An den Tagen vor den Rennen funktionieren Beide als gutes Team. Während Carsten sein Bike und die Sachen zusammen packt, kĂĽmmert sich seine Freundin um die Verpflegung und die Kamera. Da hat jeder seine Aufgabe. Auf die Frage, was ihr am meisten vor Ort fehlt, wenn man schon einen Tag vorher anreist, antwortete sie lachend: „Puh, das ist eine gute Frage. Ich finde, meistens sind die Crossstrecken schon top ausgerĂĽstet. Allerdings ist es ja bei uns Mädels so, dass wir eine ordentliche Toilette nicht missen möchten. Das ist leider nicht immer der Fall, dass sie auch vorhanden sind. Da man aber weiĂź, worauf man sich einlässt, ist es immer wie ein kleiner Camping-Abenteuer-Ausflug.“

 

Kirsten und Carten bw

Was grundsätzlich immer eingepackt wird und nie fehlen darf, ist das eigens angefertigte Pitboard, damit sie ihren Lieblingsfahrer auch ordentlich aus der Helferbox anfeuern kann. Die Zeit im Fahrerlager verbringt sie entweder damit, vor den Rennen ihren aufgeregten Freund Kraft zu geben und etwas runter zu holen oder aber auch mit chillen und schlafen: „Ja, ich kann neben den knatternden Motoren auch schon mal die Augen zu machen. Ansonsten gucke ich mir gerne auch mal die anderen Fahrer an.“
Die Antwort auf die Frage, ob sie beim Rennen dann nervös oder eher gelassen ist, wird sich sicher mit vielen Fahrerfrauen ähneln: „Bis zum Start bin ich immer sehr gelassen. Sobald das Gatter dann runter fällt und die Fahrer los preschen, steigt auch mein Adrenalinpegel. Ich bin in Gedanken immer voll und ganz bei meinem Fahrer und wünsche mir immer, dass alles gut geht und er heil wieder aus dem Rennen kommt.“

Carsten Lasch Crossbloxx

Foto: Crossbloxx.de / Koepi Pictures

Als Fahrerfrau weiß man zu gut, wie viel Geld in dieses Hobby fließt und da kann ein neues Möbelstück schon mal eher zweitrangig sein. Zumindest kenne ich das so. Um diese Prioritäten muss Kirsten allerdings nicht kämpfen und sagt schmunzelnd: „Ich weiß ja, worauf ich mich eingelassen habe. Sollte ich etwas brauchen, wie zum Beispiel das von dir angesprochene Möbelstück, kaufe ich es mir einfach selbst.“

Carsten meinte in seinem damaligen Interview zu der Frage, wo er sich gern in zehn Jahren sehen würde, folgendes: „In meiner Garage, mit Haus drum rum, am Bike schrauben und nach wie vor mit meinen Buddies Spass auf den Tracks haben.“ Diesen Haustraum kenn ich auch irgendwo her, scheint ein weit verbreiteter Virus zu sein…. ;-)

Allerdings verfolgen beide die gleichen Träume und arbeiten daran, sie zu verwirklichen. „Anders als Carsten, sehe ich mich aber eher in der Küche unseres Hauses und mit unserer gemeinsamen Familie und unseren Freunden das Leben genießen.“, meinte Kirsten.

NatĂĽrlich kam ich nicht drum herum, meine Interviewpartnerin auch nach einer lustigen Story zu fragen.
Kirsten: „Lustige Storys gibt es sicher viele, allerdings sind sie beim Erzählen nur halb so lustig. Wir haben mal ein Rad mit der Ratsche geschraubt. Kennst du das, wenn Frau die Ratsche falsch herum benutzt und sagt, wie weit muss ich denn noch, obwohl sich nichts tut? Solche kleinen Storys versüßen uns regelmäßig unseren Alltag.“

Jep, solche ähnliche Erfahrungen hatte ich auch schon …

Vielen Dank Kirsten fĂĽr das Interview!

Wer das Interview von Carsten Lasch noch einmal nachlesen möchte, braucht nur auf den folgenden Link zu klicken: Interview

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