Interview #157 Ramon Kessel

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Letztens im Artikel von Crossbloxx.de „Sind Motocrosser sexy oder nicht?“ habt Ihr ihn schon kurz sehen können. Im Interview stellte sich heraus, dass er schon einmal mit Maria Franke in Teuchern auf dem Treppchen stand. ;-)

Danke Ramon fĂĽr das Interview und viel Erfolg bei den CROSS Finals.

 

Ramon1

Foto: RocketPix

Unter welchem Namen kennt man Dich im Fahrerlager?

Das ist unterschiedlich. Die einen nennen mich Ramon, die anderen auch nur Kessel und bei ein paar Leuten bin ich der Mogli.

Wie jung bist Du?

Wie jung? Eher gesagt wie alt. Ich bin vor kurzem 27 geworden.

Wo lebst Du derzeit?

Ich wohne und lebe in 07349 Lehesten, ein kleines Ă–rtchen im thĂĽringischen Schiefergebirge.

Bike:

Momentan fahre ich eine Kawasaki KXF 450.

Kontakt-Facebook:

Ramon Kessel, ganz normal.

Sponsoren:

Ha, Sponsoren? Da hab ich niemanden der mich unterstĂĽtzt.

Verein:

MC-Lehesten / Diller Powerparts

Seit wann fährst Du schon und wie hat alles angefangen? Kannst Du Dich noch an Deine allererste Fahrt erinnern?

Oha, meine allererste Fahrt. Lass mich gut nachdenken. Das war mit sechs Jahren bei uns hinterm Haus auf einem Feld. Direkt kann ich mich aber leider garnicht mehr groĂź daran erinnern. Meine Eltern kauften mir damals eine kleine LEM mit 50ccm, diese besitze ich noch heute als Andenken.

Maria Franke und Ramon Kessel Kinderfoto1

Foto von links: Maria Franke holte Platz 3 und Ramon Kessel Platz 2 in Teuchern 1997. FĂĽr Ramon das erste Rennen und vermutlich auch fĂĽr Maria.

Maria Franke und Ramon Kessel Kinderfoto2

FrĂĽh ĂĽbt sich. ;-)

Welche Meisterschaften bist Du schon gefahren?

Angefangen hat es 1997 mit der Thüringen-Motocross-Meisterschaft bis 2000. Danach war es bei meinen Eltern zeitlich nicht mehr so möglich und ich wurde von Bekannten immer mit auf die Rennen genommen, aber eben nur zum Motorrad-Biathlon und ein paar vereinzelte Motocross-Rennen. Darauf hatte ich aber auf Dauer auch nur noch wenig Lust und es blieb einfach nur beim Training in Lehesten. Ohne Führerschein ging das eben alles sehr schlecht.
Nachdem ich 18 wurde, blühte alles wieder etwas auf und durch die Mobilität ging es wieder fast jedes Wochenende irgendwo hin, aber auch nur erst einmal ohne aktive Meisterschaftsbeteiligung. Ich ging nur vereinzelt irgendwo an den Start. Die aktive Zeit kam bei mir in den letzten vier Jahren bei der Nordbayernserie und der Thüringer-Motocross-Meisterschafterst wieder so richtig in Schwung. Nebenbei versuche ich die GCC-Serie mitzufahren.

Ramon Kessel Various Photography GER

Foto: Various Photography GER

Welcher war bisher Dein persönlich wichtigster Erfolg oder hat Dich am meisten geprägt?

Meinen bis jetzt größten Erfolg hatte ich dieses Jahr, denn ich habe das Glück bei den CROSS Finals in der MX1 mit an den Start für die thüringer Meisterschaft gehen zu dürfen. Die Chancen sind zwar nicht die größten, aber ich versuche zumindest das Beste für Thüringen rauszuholen.

Welche Ziele hast Du Dir fĂĽr diese Saison auf die Fahne geschrieben, bisher kannst Du ja mehr als zufrieden sein oder?

Zufrieden bin ich mal mehr und mal weniger. Mal gibt es gute Rennen, mal schlechte. Bei mir hält sich das ganz schön in der Waage. Es gibt Läufe, da sagt man sich: „Ist das ne geile Strecke, hier hast du ein gutes GefĂĽhl weit vorne fahren zu können.“ Und dann hat man so Tage, wo man hätte einfach zu Hause bleiben sollen. Es ist aber mit den Resultaten noch sehr ausbaufähig.

Gibt es noch etwas auf Deiner MX-ToDo-Liste, das noch offen ist?

Na ganz klar, SoCal mit Halfpro! Ein Mekka fĂĽr Motocross-Fans. DafĂĽr reicht aber mein Erspartes noch nicht ganz aus. Aber das Ziel hab ich mir gesteckt.

Mit welchen drei Worten wĂĽrden Dich Deine Freunde beschreiben?

Ruhig, humorvoll und verpeilt.

2Takt oder 4Takt? Tiefsand oder Hartboden?

4Takt und Hartboden.

Hast Du ein Motto?

Ein gutes Motto, das ich mir zu Herzen genommen habe, ist von Mika Häkkinen.

„Wenn du das GefĂĽhl hast, du hättest alles unter Kontrolle, dann bist du zu langsam.“

Das trifft einfach den Nagel auf den Kopf.

Hast Du ein Vorbild? Neben wem wĂĽrdest Du gern mal am Startgatter stehen?

Kevin Windham – Seinen Fahrstil habe ich geliebt.

Wenn Du zehn Jahre weiter denkst, wo wĂĽrdest Du Dich da gern sehen?

Na hoffentlich immer noch auf dem Motorrad. :D

Mit Deinem heutigen Wissen, hättest Du in Deinem MX-Leben etwas anders gemacht?

Ach, eigentlich nicht viel. Ich bin zufrieden wie alles ist. FĂĽr mehr reicht das Talent, das Geld und die Zeit einfach nicht aus.

Ramon Kessel Angelina 2.0

Foto: Angelina 2.0

Gibt es einen Moment in Deiner MX-Zeit, der Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ja, ein Lehrgang in JININ (CZ). Wir sind spontan hingefahren, um ein wenig Urlaub mit der 85er zu machen. Vor Ort war ein Trainer, der andere aus der Region trainiert hatte. Also steckte mein Vater mich in den Lehrgang. Ich hatte das damals nicht als Training empfunden, sondern eher als Bootcamp für mich. Wer nicht das gemacht hatte, was der Trainer von einem wollte, musste Hock-Streck-Sprünge machen. Und das waren bei mir neben dem Trainging gefühlte tausend Mal. Am Ende hatte ich wirklich die Schnauze voll, aber dieses Training hat mich geprägt und ich würde jedem so ein Training empfehlen, denn das hat bei mir richtig Früchte getragen.

Hand aufs Herz! Ăśber welchen peinlichen Moment in Deiner MX-Karriere kannst Du heute ganz besonders lachen?

An peinliche Momente kann ich mich jetzt nicht erinnern.

Was packst Du zum Rennen ein, was nie fehlen darf?

Ein paar Bier fĂĽrs Wochenende. *lach*

Welcher Song wĂĽrde unter Deinem Helm laufen, der Dich so richtig pushen wĂĽrde?

Ich brauche Musik die mich etwas agressiv beim Fahren macht. Dabei geht es mir am besten. Momentan bin ich auf dem Trip, wo ich solche Sachen wie Hatebreed, Nailbomb oder Soulfly höre.

Ramon Kessel Angelina 2.0 - 2

Foto: Angelina 2.0

Gibt es etwas, dass Du gern im MX-Bereich ändert würdest, wenn Du könntest?

Ja, weniger Regionalmeisterschaften, dafĂĽr mit volleren Starterfeldern und die Abschaffung der Hobbyklasse. Aber wer bin ich schon. Ich habe eh nichts zu melden. *lach*

Letzte Worte:

Haltet die Ohren steif und bleibt auf dem Bock sitzen.

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