Interview #44 Kevin Müller vom Geiling/Mohr-Racing-Team

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Es freut mich, heute den Kevin im Interview vorstellen zu können. Er hat hart an sich gearbeitet, um so weit zu kommen. Und da ich auch schon den Team-Chef Jürgen Mohr im Interview hatte, passt es perfekt, nun auch einen seiner Nachwuchsfahrer zu interviewen.

Danke Kevin für das Interview und danke Caro für Deine Unterstützung!

Spitzname: Habe ich nicht. Es sei denn, ich weiß nichts davon. ;-)

Wie jung bist Du? 24

Wo kommst Du her? Ich komme aus einem kleinen Dorf direkt bei Gera.

Team: Geiling/Mohr-Racing-TeamLogo

Sponsoren: RocketPix, Maxxis Reifen, Reiger Suspension, Race Styles

Quad: Yamaha yfz 450r

Lieblingsstrecken: Triptis, Rottleben

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Wann und wie bist Du zu dem Sport gekommen? Wie hat alles angefangen?

Seit dem ich denken kann, gehören Motorräder zu uns. Mein Vater ist selbst einmal im Straßenrennbereich gefahren. Ich war da eher für Staub und Dreck zu begeistern! Angefangen hat bei mir auch erst einmal alles mit einem kleinen Motorrad!
Die Quads faszinierten mich aber dennoch mehr. So kam irgendwann eines zum anderen und das erste Quad stand im Hof.

Mein erstes Rennen fuhr ich dann aber erst 2008 und ich konnte gleich Podiumsplätze einfahren. Ich hatte viel Spaß dabei und mein Ehrgeiz war geweckt. Jetzt fahre ich mittlerweile seit acht Jahren und ich habe auch nicht vor, damit so schnell wieder aufzuhören!

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Was fasziniert Dich am Quad fahren und was bedeutet der Sport für Dich?

Faszination Quad? Eine gute Frage!
Ich denke, es ist einfach die Geschwindigkeit und das Adrenalin, was sofort da ist, sobald man sozusagen am Hahn dreht. Es ist schon genial, wie wendig man mit so einer Maschine sein kann oder wie man schwerelos über einen Table springen kann!
Der Sport bedeutet für mich sehr viel! Fast jedes Wochenende sind wir unterwegs, ob zu Rennen oder nur zum Training. Für mich ist es einfach der größte und dazu noch schönste Ausgleich zum tristen Arbeitsalltag!

Was war bisher aus Deiner Sicht Dein größter Erfolg?

Mein größter Erfolg war definitiv meine Saison 2015, als ich mir den Meistertitel der GCC in der Quad-Sport-Klasse abholen durfte!

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Foto: RocketPix

Was hast Du Dir für diese Saison 2016 vorgenommen?

Vorgenommen habe ich mir eigentlich, dass ich in der German Cross Country Meisterschaft unter die ersten fünf in der Meisterschaftswertung komme und bei den Endurance Masters den Meistertitel einfahre!
Schauen wir mal, was die Rennen so bringen und wie nahe ich meinen Zielen komme.

Läuft es bisher so, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Das muss ich definitiv verneinen!
Leider musste ich in der GCC-Meisterschaft schon mit zwei Ausfällen kämpfen. Beide Male gab es Probleme mit der Elektrik am Quad. Im Moment heißt es wieder einmal mehr auf Fehlersuche gehen und beheben, damit ich im Juni wieder am Start stehen kann! Und dann hoffentlich ohne einen weiteren Ausfall!

Die Endurance Masters läuft für mich dagegen recht gut. In einem Rennen habe ich mir den zweiten Platz gesichert und die letzten beiden Rennen jeweils den dritten Platz. Aber auch hier sind noch vier Rennen zu fahren. Wie man so schön sagt: ,,Abgerechnet wird am Schluss!,, ;-)

Teamfoto

Deine großen Erfolge kamen ja mit dem Wechsel ins Geiling/Mohr-Racing-Team. Was hatte sich geändert?

Definitiv der Zusammenhalt! Es ist einfach Klasse in diesem Team!
Man findet immer und egal wo ein offenes Ohr oder eine helfende Hand, wenn man diese benötigt!
Die Teamchefs Jürgen Mohr und Frank Geilling versuchen immer und überall zu helfen oder bei den jeweiligen Rennveranstaltungen dabei zu sein, obwohl beide auch Familie haben und selbst Quad-Rennen bestreiten.

Wie bleibst Du fit und bereitest Dich auf die Rennen vor?

Also unter der Woche trainiere ich Zuhause. Da mache ich Kraft- und Ausdauertraining und fahre viel Fahrrad.
An den Wochenenden versuche ich natürlich immer auf dem Quad zu trainieren, aber dies auch nicht jedes Wochenende, denn auch ich habe noch Familie und Freunde!

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Was darf nie fehlen, wenn Du zu den Rennen fährst?

Das Quad! ;-) Nein, Spaß bei Seite… Quad, Helm, Stiefel usw. ist ja wohl selbstverständlich!
Fehlen dürfen nie die Leute hinter den Kulissen, die einen unterstützen. Dass bemerken die meisten Zuschauer gar nicht. Ohne diese Leute wären Rennen zwar möglich, aber wesentlich schwieriger!
Damit ich mich voll und ganz auf ein Rennen konzentrieren kann, habe ich immer einen meiner besten Freunde, Maik R. oder Christian R., dabei. Sie können mir bei allen mechanischen Problemen direkt beim Rennen helfen!
Mein Vater versucht so oft er kann dabei zu sein, denn auch er ist mir eine riesige Hilfe, wenn es um technische Sachen und vor allem das Fahrwerk geht.
Für die mentale Unterstützung und dem Anzeigen der Rennzeiten, Abstände, Plätze usw. ist immer meine Freundin Caro dabei!
Ja und genau diese Leute dürfen nie fehlen!

Kevin mit Helm

Foto: Kathi König

Welchen Song würdest Du unterm Helm hören, der Dich so richtig pushen würde?

Grober Knüppel – „Mit Vollgas an die Wand“

Ich habe herausgehört, dass Deine Freundin Deine größte Stütze ist, auf die Du gar nicht mehr verzichten magst. ;-) Wie unterstützt sie Dich?

Genau, sie muss so einiges durch machen! Sie unterstützt mich bei allem in meinem Sport. Sie schreibt meine Rennberichte, kümmert sich mit um die Sponsoren, zeigt mir während des Rennens alles an, was wichtig ist. Zudem steht sie bei Wind und Wetter am Streckenrand und ist vor, während und nach den Rennen immer an meiner Seite!
Sie bereitet mir immer alles vor, was ich an den Renntagen benötige oder schaut nochmal genau darüber, denn meistens vergesse ich ja doch etwas in der ganzen Aufregung!

Caro

Deine Lieblingsstrecken sind Triptis und Rottleben. Warum gerade diese?

Der Track in Triptis wird von vielen nicht sehr gern gefahren, aber ich liebe sie dafür umso mehr!
Es ist eine Strecke, wo einem alles abverlangt wird und man jeden noch so kleinen Fehler sofort merkt! Stimmt etwas bei dem Fahrwerk oder der eigenen Fitness nicht, bekommt man dafür sofort die Quittung.
Triptis und Rottleben sind beides Strecken, wo man die Ausdauer von sich und seiner Maschine perfekt testen kann. Sie machen einfach wahnsinnigen Spaß.

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Hast Du ein Motto?

Ich würde es nicht direkt Motto nennen, aber es ist ein guter Spruch, den man sich nach jedem Rennen einmal durch den Kopf gehen lassen sollte, egal ob erster oder zehnter Platz!

,,Abgerechnet wird zum Schluss!,,

Was geht Dir in dem Moment durch den Kopf, wenn das Startgatter fällt?

,,LOOOOOOOOOSSSS!,, und selbst das ist manchmal zu viel! ;-)

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Gab es mal lustige oder peinliche Momente in Deiner Quad-Karriere?

Nein, das würde ich nicht sagen. Bisher bin ich immer vor peinlichen Situationen bewahrt worden, aber lustig ist es bei uns immer!
Wir haben in unserem Team eine Menge Spaß, blödeln auch viel rum und quatschen manchmal Blödsinn, aber genau das macht es aus!
Wir sehen uns nicht nur als Konkurrenten, sondern sind auch alle Freunde. Im Rennen kämpft natürlich jeder für den besten Platz, aber umso lustiger ist es dann vor und nach den Rennen!

Hast Du ein Vorbild? Mit wem würdest Du gerne mal trainieren?

Trainieren würde ich sehr gern mal mit Chad Wienen! Er ist für mich ein Meister in Sachen Quad fahren und beherrscht anscheinender Weise alles, was man können muss!

mit Nachwuchs

Foto: RocketPix

Wenn Du Dir in dem Sport was wünschen könntest, was wäre das?

Schwierig!
Ich glaube, ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen auf diesen Sport aufmerksam werden.
Es gibt so viele tolle Veranstaltungen im Motocross-Bereich mit vielen interessanten und spannenden Momenten, Action und Sehenswertes. Wenn mehr regionale Presse Interesse zeigen würde und diesen Sport bekannter macht, würden viel mehr Zuschauer kommen oder selbst mit dem Sport anfangen.
Nachwuchsfahrer im Quadbereich wünsche ich mir natürlich auch!!!

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Wo würdest Du Dich gern in zehn Jahren sehen?

Ich würde mich gern in der ganz großen Rennszene wieder finden und mit sehr bekannten internationalen Fahrern an den Start gehen und Rennen bestreiten!
Desweiteren würde ich mir wünschen, dass mein derzeitiges Team noch bekannter geworden und gewachsen ist. Und schön wäre es, wenn dann immer noch der tolle Zusammenhalt besteht, den ich hier bisher erfahren dürfte!

Sprung hochkantLetzte Worte:

Letzte Worte… . Ich nutze diese Möglichkeit, um allen einmal Danke zu sagen!

Bedanken möchte ich mich zuerst bei meiner Familie und meinen Freunden. Egal ob sie mitten beim Renngeschehen dabei sind oder nur als Fans am Streckenrand stehen. Das ist mir ungemein wichtig und ich bin froh, so eine Familie und solche Freunde zu haben!

Außerdem geht vor allem ein großes Danke an Christian Rothe & Maik Rothe, die mich bei jedem Rennen unterstützen und sich nie zu schade sind, sich die Hände dreckig zu machen!

Danke geht auch an das gesamte Geilling / Mohr-Racing-Team und vor allem an Jürgen Mohr und Frank Geilling! Beide stehen immer mit Rat und Tat zu Seite und helfen, wo sie nur können! Ich bin stolz, ein Teil dieses klasse Teams zu sein!

Und zu guter Letzt natürlich ein großes Danke an alle meine Sponsoren, die an mich glauben und mich unterstützen, wo und wie sie nur können!
Danke an: Maxxis Reifen, Reiger Suspension, RocketPix, Race Styles

Schlussfoto

Foto: Kathi König

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