#12 Max Nagl – Husqvarna-Werkspilot im Interview

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Zu meiner großen Freude hat der Husqvarna-Werkspilot #12 Max Nagl mir die Möglichkeit für Fragen gegeben. Die Chance habe ich sofort ergriffen und mich ausführlich darauf vorbereitet.

Lieber Max, tausend Dank! Es war mir eine Freude und Ehre, Dich für Crossbloxx.de gewinnen zu können.

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Foto: Juan Pablo Acevedo/ Husqvarna

Nach mehr als vier Monaten Rennpause bist Du auf nach Italien, um Dich bei der Internationalen Italienischen Meisterschaft auf die MX-Weltmeisterschaft 2016 vorzubereiten. Was war für Dich die größte Herausforderung nach der Pause?

Grundsätzlich ist der Trainingseinstieg wieder die größte Herausforderung. Mir fällt das allerdings sehr leicht. Meist bin ich nach zwei bis drei Tagen schon wieder so im Programm, dass ich mich sogar auf das harte Training freue. Zur Vorbereitung auf die MXGP Saison 2016 habe ich mir mit Bernd Eckenbach einen ganz erfahrenen Trainer in mein Team geholt. Bernd kann mich auf allen Ebenen sehr gut beraten. Allerdings ist unsere Pause keine vier Monate lang. Ich habe bereits im November wieder mit dem Training begonnen. In der freien Zeit ist es aber auch mal schön, die Seele baumeln zu lassen und einfach mal zu relaxen.

Wie hast Du die Pause verbracht? Gab es genug Zeit mit der Familie?

Ich konnte mit meiner Familie sehr viel Zeit verbringen. Zunächst haben wir Urlaub auf den Kap Verden gemacht. Sabrina und Mason waren aber auch von Ende Dezember bis Mitte Januar in Spanien dabei. Da bleibt dann doch auch Zeit für die Familien zwischen und nach dem Training

Fühlst Du Dich und Dein Bike bestens vorbereitet für die WM? Bist Du nach dem Crash in Teutschenthal wieder zu 100% fit?

Ich bin wieder zu 100% fit. Im Oktober hat man mir die Schraube im Fuß entfernt, nun ist alles gut und ich kann den Fuß wieder voll belasten. Wir haben über den Winter sehr viel getestet, hatten in Spanien und Italien sehr gute Bedingungen und ich fühle mich sehr wohl auf dem Motorrad.

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Foto: PR Max Nagl

Erfahrungsgemäß lassen einen heftige Crashs vorsichtiger werden bzw. in ähnlichen Situationen zurückhaltender. Wie gut steckst Du so etwas mental weg?

So schnell wie möglich wieder zurück auf das Motorrad. So verarbeite ich die Stürze am besten.

Wie sehen die kommenden Wochen bei Dir aus?

Die kommenden Wochen werden anstrengend, aber ich freue mich darauf. Die MXGP startet in Katar und das ist es, worauf wir Fahrer ja alle hinarbeiten. Die ersten fünf Rennen mit den vier Übersee Grand Prix sind schon anstrengend, besonders die langen Flüge. Nach so vielen Jahren gehe ich der Sache aber gelassen entgegen und weiß, wie ich am Besten im Flieger abschalten kann.

Eines ist mir bei der Berichterstattung in Erinnerung geblieben. Beim zweiten Vorbereitungsrennen in Kalabrien/Italien, gab es ein unfreiwilliges Bad in einem Wasserloch. Was war der erste Gedanke? Und was war der zweite? ;-)

Mein erster Gedanke war Sch… . Den Zweiten kenne ich schon nicht mehr, weil es ja alles sehr schnell gehen musste. Es gab ja sofort den Restart.

Hast Du an Renntagen einen Tunnelblick und bist vollkommen konzentriert oder nimmt man die vielen Hobby-Paparazzi wahr, die auf den einen Moment hoffen, dass Du kurz in ihre Kamera schaust?

An den Grand Prix Wochenenden überwiegt der Tunnelblick. Neben dem eigentlichen Racing haben wir ja auch oft Termine, so dass ich das meistens nicht so wahrnehme. Anders ist das z.B., wenn ich beim ADAC MX Masters starte. Da hat man dann auch die Zeit für einen Smalltalk.

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Foto: PR Max Nagl

Wenn Du unterwegs bist, was vermisst Du am meisten aus der Heimat? Was nimmst Du definitiv mit, auf das Du nicht verzichten möchtest?

Ich höre im Hotel über mein Handy immer Antenne Bayern. Das ist ein Stück Heimat für mich :-). Bei langen Reisen habe ich natürlich immer Comics dabei.

Welches Comic hat Dich mit nach Italien begleiten dürfen?

In Italien hatte ich wie immer einen Donald Duck Comic dabei. Viel zum Lesen kam ich allerdings diesmal nicht. Wir waren ja gemeinsam mit dem Team dort, da verbringen wir auch viel Zeit miteinander.

Wie hast Du Dich mental auf die diesjährige WM eingestellt? Welche Rolle spielt da Deine Familie?

Meine Familie ist meine mentale Vorbereitung. Mason hat mein Leben schon total verändert. Wenn es auch mal nicht so läuft und ich komme an den Camper zurück, sorgte der kleine Mann schon wieder dafür, dass ich ein Lächeln ins Gesicht bekomme. Meine zukünftige Frau Sabrina ist der andere Part. Sabi hält mir den Rücken frei, wo es nur geht.

Wie wichtig ist es Dir beim „MX Grand Prix of Germany 2016“ in Teutschenthal an den Start zu gehen? Ist der Heim-GP immer etwas Besonderes? Stehst Du da mehr unter Druck?

Der Heim Grand Prix in Teutschenthal ist definitiv „DAS“ Rennen des Jahres für mich. Als ich in Teutschenthal 2014 mein Comeback gleich mit einem Laufsieg feiern konnte, das war schon der Wahnsinn. Man bekommt die Stimmung mit. Der Druck ist schon etwas größer, aufgeregter am Gatter, bin ich aber nicht mehr als wie bei jedem anderen Grand Prix.

Was erhoffst Du Dir dieses Jahr von der Strecke in Teutschenthal?

Ich wünsche mir eine tief gekrupperte Strecke dieses Jahr im Talkessel. ;-)

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Foto: PR Max Nagl

Sieht man Dich 2016 noch bei den „ADAC-Masters“ am Start und wenn ja wo?

Dazu kann ich leider noch nicht viel sagen. Ich hoffe natürlich, das eine oder andere Rennen fahren zu können, entscheiden wird sich dies aber erst kurzfristig.

Die letzte Frage: Was war bisher Dein verrücktestes Fanerlebnis?

Wir hatten 2009 ein Max Nagl Fan-Camp in Teutschenthal. Das war schon der Hammer, was sich da einige Leute als Verkleidung haben einfallen lassen. Ansonsten muss ich sagen, dass ich richtig tolle Fans habe, die schon Jahre hinter mir stehen, in guten wie in schlechten Tagen.

Letzte Worte:

Ich möchte einen Gruß an all meine Fans loswerden. Ich freue mich schon, dass die Saison endlich beginnt und wir uns bald an der Strecke wiedersehen. Langsam wird es jetzt Zeit, die Tasche für Katar zu packen. Vielen Dank für das Interview.

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