Interview #141 Tobias Arndt

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Heute mal wieder einen „Lampenheizer“ im Interview. ;-)

Tobi: „Enduro fängt da an, wo der Spaß aufhört.“

Vielen Dank für das Interview, Tobi!

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Unter welchem Namen kennt man Dich?

Tobias Arndt

Dein Alter wenn Du magst?

27 Jahre jung

Wo kommst Du her?

Ursprünglich aus Rathenow (im Havelland), aber ich wohne nun derzeit in Hamburg.

Kontakt-Facebook: Tobias Arndt

Verein: keine Vereinsangehörigkeit

Sponsoren:

Meine Frau. Sie sponsert mich unter anderem bei Rennvorbereitungen etc. und mit ihren immer besser werdenden Bildern. ;-)

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Bike: Husqvarna FE 350 Baujahr 2015

Auf welchen Strecken trifft man Dich an?

Elstorf, Bresegard, Dreetz, Schollene, Fürstenwalde, Hoope Park und diverse andere

Hast Du eine Lieblingsstrecke? Tiefsand oder harter Boden?

Meine Lieblingsstrecke ist beim MC Fürstenwalde. Dort ist alles was sich das Enduro-Herz wünscht.

Für mich ist der perfekte Boden eine Mischung aus beidem. Es gibt nur wenige Strecken die solche Eigenschaften haben. Deswegen suche ich für mein Training immer den Ausgleich in anderen Gebieten. Tiefsand ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln, dennoch reizt es dort zu fahren. Man wächst mit seinen Aufgaben.

2Takt oder 4Takt?

Für mich seit nun gut einem Jahr definitiv 4Takt. Ich habe in meiner „Karriere“ (wenn man es so nennen kann) schon sehr viele Motorräder besessen. Im Enduro-Bereich habe ich mit einer KTM EXC 450 angefangen, dann auf EXC 300 gewechselt. Für ein 2-Takter muss man die nötige Fitness und den möglichst tiefen Nagel im Kopf haben. Wenn die Drehzahl da ist, gibt es kein Halten mehr. Für mich ist die Husky FE 350 die perfekte Balance aus Leistung und Leistungsentfaltung.

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Foto: Momentkonserve

Welche Meisterschaften bist Du gefahren und fährst Du?

Ich fahre dort, wo es mir Spaß macht. Melde mich dennoch in verschiedenen Meisterschaften wie ADAC Enduro Cup und Offroadscramble an. Jedoch bin ich nicht darauf fixiert auf Plätze zu fahren, sondern in erster Linie Spaß zu haben.

Was waren Deine größten Erfolge?

Mein größter Erfolg ist meine Frau. Denn durch einen derben Sturz auf einem Rennen, habe ich sie kennengelernt. Wenn es um Platzierungen gehen soll, würde ich den 2. Platz in der 4-Takt Klasse in Bresegard angeben. ;-)

 Gab es einen großen Erfolg, an den Du Dich immer besonders gern erinnerst?

Ja den gab es durchaus. Ich besaß meine KTM 300 EXC erst seit 4,8h. Habe mich dann zum DM-Lauf in Woltersdorf (Novemberpokal) angemeldet und versehentlich in die Klasse E3 einschreiben lassen. Dieser Tag war für mich der absolute Wahnsinn. 4 Runden bzw. 6h nahezu ohne Pause im Sattel. Noch nicht mal Zeit zum Essen gab es, weil die Zeiten so knapp gesteckt wurden. Fazit für mich: „Ich fuhr ohne Strafminuten in einem der härtesten Endurorennen Deutschlands und dazu noch mit einem neuen Motorrad, welches ich dort noch nicht beherrschte.“

Was hast Du Dir für die nächste Saison 2016 vorgenommen?

Ich habe mir vorgenommen, mich beim Kieskuhlenkönig in Bresegard zu melden und einige Rennen des ADAC-Enduro-Cups mitzufahren. Weiterhin habe ich die klassischen Enduro´s dieses Jahr aus den Augen verloren. Auch dort möchte ich wieder angreifen.

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Foto: Momentkonserve

Wie bist Du zum MX gekommen? Kannst Du Dich noch an Deine Fahranfänge erinnern?

Zum Motocross komme ich eigentlich nur im Training. Aber wenn es allgemein um den Sport geht, dann kann ich mal eine Kurzfassung schreiben.

Angefangen hat bei mir alles mit 6 Jahren. Da besaß ich ein elektronisches Dreirad, was ich nach ca. 15 Minuten in die Ecke geschmissen habe, weil es zu langsam war. Mit 16 Jahren machte ich den A1 Führerschein und kaufte mir eine Hyosung XRX 125 mit geballten 12,5 PS. Nachdem ich 18 Jahre war und den A Führerschein hatte, kam ich günstig an eine TE570 die ich zur Supermoto umbaute und auch auf SM-Strecken bewegte. Darauf folgten viele Motorräder wie Husqvarna WR360, TE350 und SMR510. Klatschen geblieben bin ich dann beim Enduro-Sport, als ich die KTM EXC 450 besaß. Die Menschen, die diesen Sport begleiten, sind wie eine Familie. Das Liebe ich bis heute.

Du bist ja auch beim 3h-Winterenduro in Dreetz 2015 mitgefahren. Was ist der Reiz an Enduro?

Der Reiz am Endurofahren ist der Wechsel des Untergrundes und die Verbundenheit mit der Natur. Man ist draußen, hat ein weites Geläuf und muss nicht unzählige Runden auf einer Strecke fahren, bei der ich nach der 5. Runde den Steinen Namen geben kann. Beim Enduro kann man mal kreuz und quer fahren, ist nicht gebunden an Trainingszeiten. Des Weiteren hab ich die Möglichkeit mal schnell irgendwohin zu fahren, da diese Motorräder im Allgemeinen auch eine Straßenzulassung besitzen.

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Foto: Momentkonserve

Wenn nicht Enduro, was treibst Du dann? Wie hältst Du Dich fit?

Tja, fit halten ist immer so eine Sache. Ich bin beruflich sehr eingespannt und kann mich nach Ende meiner Arbeitszeit (welche sehr stark schwankt) kaum noch durchringen mich auf´s Fahrrad oder ins Fitnessstudio zu schleppen. Derzeit freue ich mich, wenn ich am Wochenende mal ein Rennen fahren kann. Doch für das nächste Jahr steht das Studio wieder hoch im Kurs.

Es ist ja praktisch, wenn die eigene Freundin fotografiert. Es gibt immer Fotos und man verbringt dadurch auch das gemeinsame Hobby zusammen. Was bedeutet das für Dich?

Ein Sprichwort sagt ja „Couples that play together, stay together“. Das hat bei uns auch eine sehr starke Bedeutung. Wir verbringen in der Regel viel Zeit zusammen am Rechner. Ich schau mir die Bilder immer an, wir sortieren aus und bearbeiten diese. Für mich ist es natürlich sehr praktisch. Ich kann meine Haltung dadurch perfekt studieren und schauen was ich verbessern kann. Für ihre Loyalität und Verbundenheit bin ich ihr sehr dankbar. Selbst beim Training hat sie die Ambition Fotos von mir und unseren Freunden zu machen. Jedes Mal ziehe ich den Hut davor.
Auch sie hat nun das Enduro Fieber gepackt. Wenn es uns möglich ist und sie Lust hat , fährt sie beim Training mit ihrem Trail mit.

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Foto: Momentkonserve

Hand aufs Herz! Was war Dein peinlichster oder lustigster Moment?

Mein peinlichster Moment…mhhh…gibt es eigentlich nicht. Vielleicht kann man den Prolog beim Rennen rund um Nienburg nennen. Am Abend vor dem Rennen wurde im Flutlicht vor versammelter Mannschaft der Prolog gefahren. Jeder Fahrer einzeln. Ich war so doll aufgeregt, dass ich sämtliche Hindernisse fuhr, als wäre ich das 1. Mal auf dem Motorrad. Für mich war es eine Schmach, da ich am Renntag alles ohne Fehler durchfahren konnte.

Wen sollte ich mal für ein Interview gewinnen?

Dirk Plätke, das alte Enduro-Urgestein.

Letzte Worte:

Enduro fängt da an, wo der Spaß aufhört.

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