Interview #29 Martin Birkner

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Sehen wir ihn 2016 wieder am Startgatter?

Martin kenne ich seit gut 16 Jahren. Einige Jahre waren dann die Mädels interessanter als MX und er nicht mehr zu sehen. ;-) Aber wie lange er auch Pause machte, sobald er auf dem Bike saß, war davon nichts mehr zu merken. Wir haben ihn „fit wie eh und je“ bei Trainings wieder auf der Strecke erlebt. Dieses Wochenende gerade beim Wintereinbruch in Fürstenberg.

Unter welchem Namen kennt man Dich?

Man kennt mich unter den Namen Birke oder Opa.

Wie alt bist Du?

Ich bin 33 Jahre alt.

Bike: Ich fahre eine Suzuki RM 250. Mit dieser Marke habe ich damals das Motocross fahren auch angefangen. Zwischendurch habe ich auch viele andere Bikes ausprobiert, aber mein Herz ist an diese Marke gebunden.

Kontakt-Facebook: Martin Birkner

Sponsoren?

Meine Sponsoren waren meine Eltern, die mich immer mit vollem Herzen unterstützt haben und natürlich die Teams, für die ich angetreten bin.

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Seit wann fährst Du?

Ich habe 1997 angefangen zu fahren. Ich bin damals zum Rennen eines guten Freundes mitgefahren und war von dort an angestochen und wollte unbedingt auch eine Maschine haben. Meine Eltern hatten sich sowas schon gedacht und warteten nur auf meine Aussage, als ich vom Rennen wieder gekommen bin. Sie wollten erst gar nicht. Aber als ich nicht locker gelassen habe, sind sie weich geworden. Ich war mehr als happy. Nach nicht einmal zwei Wochen hatten mir meine Eltern dann eine Suzuki RM 125 in die Garage gestellt. Nun konnte es losgehen.3Welche Meisterschaften bist Du gefahren?

Ich bin in vielen Meisterschaften angetreten. Motorrad Biathlon LM und DM, LM Sachsen, LM Sachsen-Anhalt, LM Mecklenburg Vorpommen, Regional Pokal, diverse offene Läufe und einen DM Lauf .

Wie bist Du dazu gekommen, Deine Wochenenden auf Crossstrecken zu verbringen? Wem hast Du es zu verdanken?

Ich bin zum Motocross fahren also durch meinen Freund Guido Lubach gekommen. Ein dickes Danke nochmal an dieser Stelle.

Ansonsten durch gewisse Herren wie Andre Weinert, Enrico Wilke und Frank Hoffman, mit denen ich auch sehr viel zum Training gefahren bin.

6Was fasziniert Dich so an MX? Es steckt ja auch viel Aufwand und Geld in dem Hobby?

Mich fasziniert es, sich mit anderen zu messen und an seine körperlichen Grenzen zu kommen. Und dieses geile Gefühl der Freiheit beim fahren. Glücksgefühle ohne Ende.

SchneebildWir haben Dich eine Zeit lang nicht mehr auf der Crossstrecke gesehen. Wo steckst Du?

Ich war jetzt schon lange nicht mehr dabei. Das lag einfach daran, das ich mich leider immer von den Frauen habe ablenken lassen und andere Prioritäten hatte. ;-)

Werden wir Dich nächstes Jahr wieder anfeuern können? Was hast Du Dir für 2016 vorgenommen?

Ihr werdet mich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder am Startgatter sehen. Ich habe mir vorgenommen – fit, gesund und mit viel Spaß durch die Saison zu kommen.

7Was war bisher Dein größter Erfolg?

Mein größter Erfolg war meine Quali beim Europa offenen Rennen. An diesem Tag bin ich gefahren wie noch nie.

Wie sieht für Dich ein perfektes Wochenende aus?

Ein perfektes Wochenende ist für mich, wenn ich alles gegeben habe und auch konnte.

1Frühaufsteher oder Morgenmuffel? Gelassen oder chaotisch?

Ich bin kein Morgenmuffel und mehr der gelassene Typ.

Wenn nicht MX, was treibst Du dann? Eine andere Sportart? Was hält Dich fit?

Wenn ich nicht MX fahre, dann findet man mich entweder auf dem Golfplatz, beim Rennrad fahren, im Fitnessstudio oder zu Hause.

11227961_531361763688361_8910832670868837370_oHast Du ein Motto?

Mein Motto ist: „Lass dich nicht unterkriegen. Kopf hoch und nach vorn gucken.“

Gibt es Rituale von Dir an Renntagen oder am Startgatter? Was sind Deine letzten Gedanken, bevor das Gatter fällt?

Rituale oder besondere Gedanken habe ich eigentlich nicht vor dem Rennen. Ich lasse  mich nur nicht aus meiner Ruhe bringen.

5Wenn Du 10 Jahre weiter denkst, wo siehst Du Dich da?

Tja, wo sehe ich mich in 10 Jahren? Ich hoffe, dass ich bis dahin noch fit bin und fahren kann. Vielleicht ja auch beim Training mit dem eigenen Nachwuchs.

Was ist Dein lustigstes Erlebnis beim MX gewesen oder was hat Dich am meisten beeindruckt?

Ein lustiges Erlebnis habe ich nicht wirklich, das ich jetzt hervorheben könnte. Ich kann nur sagen, dass alles irgendwie lustig war. Naja, fast alles. Und am meisten war ich beeindruckt, als ich damals Jeff Jansen kennen gelernt habe. Ich hatte bis dahin noch nie gesehen, dass man mit solch einem kaputten Körper noch so schnell Bike fahren kann.
Top! Er hat es einfach drauf.

Letzte Worte:

Meine letzten Worte gehen an meine Eltern, ohne die es nie dazu gekommen wäre. Sie haben mich immer voll unterstützt und alles für mich gegeben. Ein dickes fettes Danke.  Ihr seid die Besten!

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